Darauf sollte man als Anfänger beim Drohnenkauf achten

Parrot DrohnenEs gibt ein paar Punkte, die vor allem Anfänger beim Kauf einer Drohne beachten sollten. Wenn man die ersten Erfahrungen gesammelt hat und sich im Bereich des Drohnenfluges auskennt, wird die Auswahl der Drohne, die man fliegen möchte, in der Regel eine Frage des persönlichen Geschmacks werden. Doch am Anfang sollten Aussehen und die eigene Vorstellung, wie viele Rotoren so eine Drohne für eine gute Optik haben sollte, eher im Hintergrund stehen. Wichtig sind da Faktoren, die sich unmittelbar auf die Steuerung und das Flugverhalten der Drohne auswirken. Denn eines ist mal klar – wer in den ersten Flugstunden nicht über den Start mit einem schnell folgenden Absturz hinauskommt oder wer schon an den ersten Tagen seiner Drohnenpilotenkarriere erhebliche finanzielle Verluste erleidet, wird kaum auf Dauer Freude an der Drohnenfliegerei haben.

Diese Punkte sind beim Kauf der ersten Drohne besonders wichtig

Darauf sollte man als Anfänger beim Drohnenkauf achtenBevor man sich für die erste Drohne entscheidet, sollte man ein paar Fragen ehrlich und realistisch beantworten. Erst einmal sollte man für sich entscheiden, ob man direkt mit einer großen Drohne starten möchte, oder ob nicht auch eine Mini Drohne für den Einstieg ins Pilotendasein ausreichen würde. Dann muss man sich genau überlegen, was für ein Budget man für die erste Drohne einplanen möchte. Denn in den ersten Flugstunden sind Abstürze und Unfälle vorprogrammiert. Wer hier von Anfang an zu tief in die Tasche greift, verliert schnell den Spaß am Fliegen. Denn eine Drohne für 500 € aufwärts in den Händen eines Anfängers fliegt erst einmal nicht besser, als eine günstigere Ausgabe – kann aber im Falle eines Unfalles und eines möglichen Totalschadens zu einem erheblichen finanziellen Verlust führen.

Wichtig ist ebenfalls die Frage, in welche Richtung des Drohnenfluges man sich als Pilot entwickeln möchte. Sollen es überwiegend spannende Kameraflüge werden, die man mit der Drohne machen möchte, wenn man ausreichend Erfahrung als Pilot gesammelt hat, um die Drohne längere Zeit in der Luft zu halten? Oder will man nur fliegen um des Fliegens willen und das Gefühl genießen, eine ferngesteuerte unbemannte Flugmaschine in die Wolken aufsteigen zu sehen? All diese Dinge entscheiden maßgeblich mit, welche Drohne für den jeweiligen Pilotentypen wirklich die beste Anfängerdrohne ist.

Wichtige Fragen vor dem Kauf

Kriterium Erläuterung
Preis
  • Wie ist das Preis-Leistungs-Verhältnis der Drohne?
  • Wie robust ist das Modell?
  • Ist das Risiko eines Totalschadens hoch?
  • Wie teuer sind Ersatzteile?
Steuerung
  • Wie ist die Steuerung gestaltet?
  • Befindet sich eine Fernbedienung im Lieferumfang?
  • Wird die Drohne mit Hilfe einer App über Ihr Tablet oder Smartphone gesteuert?
Kamera
  • Ist das Modell mit einer integrierten Kamera ausgestattet?
  • Wenn ja wie gut ist sie?
  • Oder gibt es zumindest eine Halterung für nachrüstbare Kameras?
  • Ist die Halterung schwenkbar?
Extras Über welche Funktionen verfügt die Drohne? Wichtige Beispiele:

  • Kollisionsschutz
  • GPS
  • Return to Home Funktion
Akkulaufzeit
  • Wie lange hält der Akku?
  • Auch im Dauerflugbetrieb?
  • Ist der Akku wechselbar?
  • Wurde ein Lithium-Polymer-Akku verbaut?

Mini Drohnen als Anfängerdrohnen

Mini Drohnen sind Drohnen, nur in deutlich kleiner. Wer überhaupt erst einmal prüfen will, ob er Spaß am Fliegen finden könnte, der sollte am ehesten mit einer Mini Drohne beginnen. Denn hier findet man bereits gute Modelle für unter 100,00 €. Das liegt preislich deutlich unter dem, was man auf dem Markt für groß Drohnen bezahlt, zumindest wenn man wirklich gute Qualität kaufen möchte. Dazu kommt, dass eine Mini Drohne vom normalen Flugverhalten her, sehr große Ähnlichkeit zu einer großen Drohne hat, dabei aber deutlich robuster daherkommt. Das bedeutet, mit einer Mini Drohne können Sie erst einmal in Ruhe einige Stunden das Fliegen üben und für sich feststellen, ob der Drohnenflug wirklich das Richtige für Sie ist. Und wenn Sie Freude am Fliegen finden, können Sie hier ausreichend Erfahrungen sammeln, um dann direkt auf eine höherwertige große Drohne umzusteigen, da Sie mit einer Mini Drohne bereits erste Erfahrungen als Pilot gesammelt haben.

Wenn es keine Mini Drohne für den Start sein soll

Sie wissen, dass der Flug mit der Drohne Ihr neues großes Hobby wird? Entweder weil Sie schon immer mit Drohnen, Hubschraubern oder Modellfliegern in die Lüfte steigen wollten, bisher nur nicht die Zeit dazu fanden. Oder weil Sie schon dem einen oder anderen Drohnenflug beigewohnt haben und mit der Faszination bereits infiziert sind, obwohl Sie noch keinerlei Erfahrung mit der Lenkung einer Drohne haben. Unabhängig davon, warum Sie sich sicher sind, dass Sie diesem Hobby treu bleiben werden – wenn Sie über die Ausprobierphase hinaus sind, lohnt es sich auch, sofort eine „echte“ Drohne zu kaufen.

Hier sollten Sie am Anfang allerdings eher ein günstigeres Modell auswählen, dass dennoch mit einer guten Flugstabilität und einer verhältnismäßig leichten Lenkung daherkommt. Am besten für Anfänger geeignet sind in der Regel Quadrocopter. Denn zum einen haben diese eine deutlich bessere Flugstabilität, als ein Tricopter. Sie kommen aber um ein vielfaches günstiger daher, als die größeren Drohnenmodelle, die sich noch einfacher fliegen lassen. Außerdem braucht man für die Bedienung eines Quadrocopter erst einmal kein allzu großes technischen Hintergrund- und Fachwissen. Das sieht bei einem Hexacopter und einem Octocopter, die in der Bedienung aufgrund der größeren Zahl an Rotoren schon etwas komplizierter daherkommen, schon wieder anders aus.

Sollte die erste Drohne mit oder ohne Kamera sein?

Auch hier kommt es darauf an, was Sie sich genau vorstellen. In der Regel ist es am sinnvollsten, wenn eine Anfängerdrohne keine Kamera hat. Das hat einen einfachen Hintergrund: Eine bereits on Board verbaute Kamera kann bei einem Absturz schnell beschädigt werden. Diese Kameras auszutauschen ist dabei nicht ganz einfach und in aller Regel auch mit Kosten in Form von Reparaturkosten verbunden. Wird eine Kamera bei einem Absturz, der aus einem Mangel an Erfahrung resultiert, beschädigt, greifen hier auch keine Gewährleistungsansprüche. Insofern bleiben Sie auf den Kosten für die Reparatur der vorinstallierten Kamera sitzen.

Tipp! Wenn Sie sich aber für eine Drohne entscheiden, die zwar über die Vorrichtung für die nachträgliche Installation einer Kamera verfügt, aber nicht direkt ab Werk eine Kamera mitführt, haben Sie die Möglichkeit, später eine Kamera nachzurüsten. Und das, ohne Gefahr zu laufen, dass die Kamera bereits bei den ersten Einsätzen Schaden nimmt. So können Sie erst einmal in Ruhe mit Ihrer Drohne üben und wenn Sie sich sicher genug fühlen, kaufen Sie eine entsprechende hochwertige Kamera aus dem Zubehörbereich für Drohnen.

Vor- und Nachteile einer Anfänger-Drohne

  • Viele kleine Drohnen sind aufgrund ihrer einfachen Handhabung bestens für Einsteiger geeignet. Diese sind zudem auch meistens günstiger als größere Modelle.
  • Quadropter und Hexakopter bieten deutlich bessere Steuerungsmöglichkeiten, da sie dank der speziellen Anordnung der Rotoren in alle Himmelsrichtungen navigiert werden können.
  • Je nach Modell ist entweder eine Fernbedienung im Lieferumfang oder die Drohne kann per Smartphone bzw. Tablet mittels einer App ferngesteuert werden.
  • Egal wie groß oder preiswert: Achten Sie auf einen hochwertige Lithium-Polymer-Akku, mit dem die Drohne besonders lange einsatzbereit ist.
  • Nicht immer kann der Akku der Drohne gewechselt werden, wodurch Sie erst warten müssen, ehe das Gerät wieder vollgeladen ist.

Die perfekte Anfänger-Drohne – ein Quadrocopter mit verstellbarem Flugmodus

Eine ganze Reihe von Quadrocoptern kommen mit zwei Flugmodi daher. Dabei ist der eine so voreingestellt, dass vor allem Anfänger mit ihm relativ einfach fliegen können. Hier ist die Steuerung bei weitem nicht so sauber und genau in der Übertragung an die Drohne. Dadurch verzeiht die Drohne schnell kleinere Fehler bei der Lenkung und gleicht diese quasi durch eigene Technik wieder aus. Stellt man auf den Flugmodus für Fortgeschrittene, wird die Lenkung deutlich anspruchsvoller, da dann auf einmal jeder Befehl zu 100% von der Drohne ausgeführt wird. So hat man eine Drohne, die mit den eigenen Fähigkeiten wachsen kann – perfekte Voraussetzungen für jeden Hobbypiloten, der so lange wie möglich mit seiner ersten Drohne die Lüfte über seiner Heimat unsicher machen möchte.

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