Drohnen Versicherung – fliegen mit Sicherheit

Drohnen Versicherung – fliegen mit SicherheitDrohnen verkörpern das Spielzeug der modernen Technik. Es gibt sie als Bausatz zum selber bauen oder als Komplettgeräte. Dabei sind die Quadrocopter jedoch nicht nur als reines Spielzeug anzusehen. Diese Flugmodelle eignen sich hervorragend für neue Perspektiven in Sachen Fotografie und Videoerstellung. Die Welt kann aus neuen Blickwinkeln betrachtet werden. Der Reiz sich diesen Geräten hinzugeben ist groß. Für die Anschaffung und die daraus folgende Nutzung sollten allerdings einige Aspekte beachtet werden. Diese treffen auf das Gebiet Sicherheit und Versicherungen zu. Es gelten bestimmte Richtlinien für Drohnen, die den Nutzer gegen Schaden an dritten Personen oder Sachgegenständen schützen. Welche Drohnen Versicherung ist Pflicht, welche eine zusätzliche Option? Kann eine Drohne ohne Versicherung fliegen? Welche Anbieter stehen zur Verfügung? Fragen wie diese und ähnliche werden nun nachfolgend erläutert.

Welche Versicherung braucht man?

Drohnen Versicherung – fliegen mit SicherheitFür die Nutzung einer Drohne gilt die Drohnen Haftpflichtversicherung. Diese ist bereits eine gesetzliche Pflichtversicherung und muss auf jeden Fall abgeschlossen werden. Sie gilt für sämtliche ferngesteuerte Fluggeräte, vom einfach ferngesteuertem Modelflugzeug bis hin zur Drohne und Quadrocopter. Die Versicherung gilt privat, wie zum Beispiel als Hobby, als auch für gewerblich genutzte Zwecke.
Zum anderen können Nutzer über eine Kaskoversicherung nachdenken. Diese ist keine Pflicht, für Drohnen über einen Wert von 300 Euro allerdings nicht gerade unpraktisch. Die Kosten dieser Quadrocopter Versicherung fallen je nach Anbieter, Versicherungsumfang und Wert unterschiedlich aus.

Warum ist eine Drohnen Haftpflichtversicherung wichtig und vorgeschrieben?

Die Drohnen Haftpflicht schützt den Nutzer vor den erheblichen Kosten, die im Schadensfall aufkommen können. Dieser ist nicht gerade so unwahrscheinlich. Aufgrund eines technischen Fehlers oder menschlichen Versagens stürzen die Geräte ab oder fliegen gegen Objekte. Auch ein leerer oder defekter Akku kann zu unerwünschten Notlandungen führen. Die integrierten Sicherheitssysteme funktionieren dabei nicht immer einwandfrei. Dabei können Dritte schnell mit eingeschlossen werden und die Schadenskosten gehen in die Höhe. Eine solche Versicherung erscheint da nur logisch.

Mögliche realistische Fälle sind diese:

  • Beschädigung eines Hauses oder eines Firmengebäudes
  • Copter fliegt gegen oder stürzt auf ein teures Auto
  • technische Einrichtungen werden beschädigt, wie eine Hochspannungsleitung
  • Verletzung von Mensch oder Tier
  • Absturz auf Autobahn mit Unfall zur Folge

Hier handelt es sich nur um eine kleine Auswahl an Möglichkeiten. Ein Schaden kann auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen entstehen. Sich dagegen abzusichern ist wirklich wichtig. Die Versicherungspflicht ist vollkommen verständlich.

Drohnen Versicherung Vergleich – Haftpflichtversicherung

Um seine Drohne versichern zu lassen, ist ein ausgiebiger Vergleich der Anbieter wichtig. Schließlich unterscheiden sich die Angebote in Sachen Kosten und Versicherungsumfang. Eine Aufnahme in die private Haftpflicht ist in vielen Fällen nicht möglich oder sehr teuer, egal ob sie für private Zwecke oder geschäftlicher Art genutzt wird. Meist muss die Drohnen Haftpflicht extern abgeschlossen werden.

Mögliche Anbieter sind unter anderem:

  • HDI
  • DEVK
  • Gothaer
  • DMFV
  • DFNDMO
  • MFSD
  • R+V Drohnen Versicherung
  • Allianz Drohnen Versicherung
  • HUK Drohnen Versicherung

Angebote für eine extern abzuschließende Allianz Drohnen Versicherung und HUK Drohnen Versicherung sind noch nicht draußen. Wer überlegt sein Gerät bei diesen Partnern zu versichern, sollte sich mit den Instituten in Verbindung setzen und erfragen, ob es möglich ist durch die private Haftpflichtversicherung, sofern bereits vorhanden, die Drohne versichern zu können – sie also ins Versicherungspaket zu integrieren. Alle anderen Anbieter stellen diese pflichtige Drohnen Versicherung als Zusatz vor.

Angebot der R+V Drohnen Versicherung unter die Lupe genommen

Die R+V bietet ein Rundumpaket für die Drohnen Versicherung zur Auswahl. Die Dauer des Vertrages beläuft sich auf ein Jahr. Dieser verlängert sich automatisch. Wer ihn kündigen möchte, sollte dies mindestens 3 Monate vor Ablauf tun. Die Versicherung gilt pro Flugobjekt. Voraussetzung zur Vertragsabschließung ist ein Hauptsitz in Deutschland und ein Mindestalter des Antragstellers von 18 Jahren. Die Zahlung des Beitrages findet einmal im Jahr statt. Jeder Pilot – unabhängig von Anzahl und Alter – ist versichert.

Versicherungsleistungen sind unter anderem folgende:

  • Im Rahmen der privaten und gewerblichen Nutzung (z. B. während der Teilnahme an Wettbewerben und öffentlichen Veranstaltungen, Foto-und Videoaufnahmen) müssen Sie sich generell keine Sorgen um den Versicherungsschutz machen, wenn Sie die Hinweise & Tipps zur Drohnen Versicherung am Ende dieses Artikels beachten.
  • Auch Indoor-Flüge, sowie außerhalb von Modellflugplätzen sind im Normalfall versichert. Achten Sie aber bitte auf entsprechende Ausnahmeregelungen beim Versicherungsabschluss.
  • Generell gibt es einen weltweiten Schutz. Ausgenommen sind allerdings Kanada und die USA.
  • Davon abgesehen verfügen Sie im unkontrollierten und kontrollierten Luftraum (Bestimmungen und Freigaben sind zu beachten) über einen Versicherungsschutz.

Nicht versichert werden:

  • Alle gesetzlich widrigen Aktionen wie beispielsweise militärische oder polizeiliche Einsätze, Flüge außerhalb der Sichtweite oder die Kombination mit Waffen sind nicht versichert.
  • In den meisten Fällen erhalten Sie keine Erstattung für an der Drohne aufgetretene Schäden.
  • Verletzungen folgender Art: des Persönlichkeits- und Namensrechts, gewerbliche Schutzrechte, Datenschutzbestimmungen und Urheberrechte.
  • Weitere Ausnahmen finden Sie in den Leistungsbeschreibungen Ihrer ausgewählten Versicherung.

Die Kosten richten sich nach der Größe der Deckung. Beispielsweise ist für eine Deckung von 1,5 Millionen Euro ein jährlicher Beitrag von 80 Euro zu zahlen. Bei einer Deckung von 5 Millionen sind es 130 Euro. Die vollständige Aufstellung findet sich in Vergleichsportalen oder direkt bei der Beantragung bei der R+V.

Bevor sich der Kunde für eine Versicherung entscheidet, ist ein ausreichender Drohnen Versicherung Vergleich wichtig, um das passende Angebot für die eigenen Ansprüche zu finden.

Kaskoversicherung für die Drohne

Für diese Quadrocopter Versicherung besteht keine Versicherungspflicht. Sie kann also zusätzlich abgeschlossen werden. Warum sollte der Kunde allerdings über eine solche Option nachdenken?

Tipp! Die private oder gewerbliche Kaskoversicherung sichert das Objekt selbst vor entstehenden Schadenskosten. Diese entstehen schnell, wenn das Gerät abstürzt oder gegen ein anderes Hindernis fliegt. So etwas passiert schneller als gedacht. Gerade bei hochwertigen Modellen, bei einem Wert von beispielsweise über 300 Euro, die Kameras oder weitere Gadgets transportieren oder über diese Verfügen, sollte eine Versicherung ins Auge gefasst werden. Natürlich ist das Preis-Leistungs-Verhältnis entsprechend abzuschätzen. Bei sehr günstigen Modellen tut ein Schaden aufgrund eines Unfalls weniger weh, als bei hochwertigen Modellen.

Bevor solch eine Absturz Versicherung abgeschlossen wird, ist ein Vergleich unabdingbar. Folgende Kriterien sollten bei der Versicherungspolice genau überprüft werden:

  • Höhe der Entschädigung
  • Ersetzung des Neuwertes oder des Zeitwertes
  • Selbstbeteiligung
  • Gültigkeitsbereich
  • Umfang der abgedeckten Schadensursachen
  • Beschränkungen des Neupreises der Drohne (Abhängigkeit des Preises vom Wert des Modells)
  • Sind andere elektronische Geräte inklusiv mit im Preis enthalten?

Die Kosten der Zusatzversicherung staffeln sich unterschiedlich. Zum einen stellt sich dabei die Frage, ob es sich um eine private Kaskoversicherung oder eine gewerbliche handelt. Die Kosten für den privaten Sektor laufen zwischen 80 und 180 Euro, je nach Umfang der Leistungen. Der Betrag kann in monatlichen Raten oder in als Komplettbetrag einmal im Jahr bezahlt werden.

Eine gewerbliche Kasko kann bei einigen Anbietern bereits ab 100 Euro abgeschlossen werden. Andere verlangen 6 Prozent vom Neuwert. Je nach Deckungskraft belaufen sich die kosten allerdings auch schnell auf über 200 Euro. Ein Vergleich ist somit auch hier wichtig.

Private Kopterkasko der ARAG

Ein Beispiel einer Kaskoversicherung für Quadrocopter gibt die ARAG. Der Schutz gilt weltweit, befindet sich der Nutzer maximal 2 Monate im Ausland. Es werden alle privat genutzten Drohnen mit Zubehör wie Kamera, Fernsteuerung und Gimbals, bis zu einem Neupreis von 5.000 Euro versichert. Selbst bei Bedienungsfehlern, Beschädigung durch Dritte oder Ungeschicklichkeit greift der Schutz. Im Tarif sind sogar andere elektronische Geräte, wie Smartphone, Tablet, TV, Kamera und ähnliche Geräte enthalten.

Die Selbstbeteiligung liegt bei 50 Euro. Die Regulierung des Schadens tritt nach frühestens einem Monat nach Versicherungsbeginn in Kraft. Kommt es zu einem Schadensfall muss die Drohne der Versicherung vorgelegt werden. Als Jahresbeitrag wurde eine Summe von 170,57 Euro festgesetzt. Wer die Versicherung monatlich zahlen möchte, bekommt einen Betrag von 14,99 Euro geboten. Weitere Angaben finden sich auf Vergleichsportalen oder beim Anbieter direkt.

Darf eine Drohne ohne Versicherung fliegen?

Seine Drohne gänzlich ohne eine Versicherung fliegen zu lassen, ist nicht möglich. Auf eine Kaskoversicherung kann verzichtet werden. Die Haftpflichtversicherung ist allerdings Pflicht. Diese wird in den meisten Fällen separat abgeschlossen. Hobby-Nutzer haben eventuell die Möglichkeit keine separate Haftpflicht einzureichen. Wird die Drohne rein privat, als Spielzeug beispielsweise deklariert, verwendet, könnte sie in die private Haftpflichtversicherung integriert werden. In solchen Fällen darf die Drohne dann oft nicht mehr als fünf Kilogramm wiegen. Diese Option muss allerdings bei Anbieter erfragt werden.

Hinweise & Tipps zur Drohnen Versicherung

Kriterium Hinweise
Nutzungserlaubnis bei einem Eigengewicht von weniger als fünf Kilogramm ist keine spezielle Schulung oder Nutzungserlaubnis erforderlich
Sichtweite
  • bei einem Flug darf die Drohne nicht aus dem Sichtfeld des Piloten sein
  • der Copter darf maximal 300 Meter vom Piloten entfernt und maximal 100 Meter Höhe erreichen
Sicherheitsabstand
  • 1,5 Kilometer Sicherheitsabstand zu Flughäfen und Landeplätzen
  • Sicherheitsabstand zu Personen, Tieren, öffentlichen Verkehrswegen, Hochspannungsleitungen und ähnlichem einhalten
  • Persönlichkeitsrecht anderer respektieren – bei Video oder Fotomaterial mit fremden Personen, diese um Erlaubnis bitten
Versicherung
  • Haftpflicht ist Voraussetzung, Kaskoversicherung ist Option
  • bei Schäden haftet meist der Besitzer

Hinweis: Sämtliche Versicherungstechnische Angaben beziehen sich auf die Kosten in Deutschland. Die Angaben können für Österreich und Schweiz abweichen.

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