Drohnen Rennen – das steckt hinter dem Trend der letzten Jahre

Drohne fliegen lernen – unsere Expertentipps für SieDrohnen Rennen erfreuen sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit. Nicht zuletzt, weil es ein einmaliges Gefühl von Höhe von Geschwindigkeit ist, im First Person View (FPV) Modus über eine Rennstrecke zu rasen. Denn Renndrohnen unterscheiden sich durchaus erheblich von normalen Standarddrohnen. Aber, Drohnen Rennen stecken schon lange nicht mehr in den absoluten Kinderschuhen. Die Entwicklung der letzten Jahre geht dahin, dass Drohnen Rennen immer mehr zu einem echten Sport werden, der auch immer mehr Anhänger findet. Und dieser Trend wird sich noch mehr ausweiten. Wer also rasante Drohnenflüge mag, schnelle und waghalsige Stunts in der Luft zu schätzen weiß und gern in den vorderen Reihen dabei ist, der sollte jetzt noch die Zeit nutzen, auf den Zug der Drohnen Rennen aufzuspringen. Denn er nimmt immer mehr Fahrt auf.

Wie werden Drohnen Rennen heute ausgetragen?

Drohnen Rennen – das steckt hinter dem Trend der letzten JahreNoch vor einigen Jahren waren Drohnen Rennen nichts offizielles. Da trafen sich die Besitzer und Piloten von Drohnen auf weiten Feldern oder in Waldstücken und hielten Rennen ab. Das ganze hatte keinerlei größere Koordination oder Organisation. Die Drohnen, die dabei verwendet wurden, waren oftmals einfache Quadrocopter oder auch schon mal Tricopter, da man mit diesen deutlich wendiger unterwegs ist.

Inzwischen hat der Markt auf die ersten Ansätze reagiert und richtige Renndrohnen auf den Markt geworfen. Diese kommen mit einer Steuerung im FPV-Modus daher. Das heißt, man bedient diese FPV-Racing Drohnen über einen FPV Monitor oder eine FPV-Brille und hat dabei das Gefühl, man wäre selbst im Cockpit der Drohne und würde den rasanten Flug nicht vom Boden aus miterleben, sondern wäre selbst oben in der Drohne und mit rund 100 – 130 km/h auf der Rennstrecke unterwegs. Ein erhebendes Gefühl zwischen Geschwindigkeits- und Höhenrausch ist hier das Resultat. Passend dazu haben sich vor einigen Jahren erste Racing Parcours entwickelt. Offizielle Drohnen Rennstrecken auf denen Piloten mit ihren Renndrohnen ins Zeitfliegen oder aber auch in richtige Rennen einsteigen können. Die Betreiber dieser Rennstrecken organisieren hier und da Rennveranstaltungen. Ansonsten kann man sich auf solchen Strecken einmieten und seine Runden drehen – von der Organisation und dem Service her hat das dann Ähnlichkeiten mit einer Card bahn.

Das sollte man wissen, wenn man Drohnen Rennen fliegen will

Die Bedienung einer Renndrohne ist deutlich schwieriger und anspruchsvoller, als ein klassischer Drohnenflug. Das liegt zum einen natürlich schon mal an den deutlich höheren Geschwindigkemoiten, mit denen eine Renndrohne daherkommt. Zum anderen aber auch daran, dass solche Rennparcours den Piloten schon einiges an Können abverlangen. Auch heute werden solche Rennen teilweise noch im Freien oder in nicht offiziellen Räumen abgehalten. So zum Beispiel in Tiefgaragen oder in leerstehenden Fabrikgebäuden. Wer an einem solchen Rennen teilnimmt, sollte seine eigenen Flugkünste und seine Drohne bestens kennen. Denn für Schäden, die während eines solchen Rennens entstehen, kommen nur die wenigsten Versicherungen auf. Insofern sollte klar sein, dass für die Teilnahme an einem Drohnenrennen auf jeden Fall eine Menge Erfahrung im Drohnenflug vorhanden sein sollte.

Vor- und Nachteile einer Racing Drohne

  • Die (oftmals) kleinen, wendigen Drohnen sind ideal um damit Drohnen Rennen zu fliegen.
  • Im Normalfall können diese Modelle mit einer Fernbedienung, manchmal auch Fly Pad genannt, gesteuert werden, es gibt aber auch Drohnen, die per App auf dem Smartphone oder Tablet navigiert werden.
  • Ersteres hat jedoch den großen Vorteil, dass die Steuerung komfortabler ist und kniffligere Flugmanöver zulässt.
  • In Kombination mit einer FPV Brille können Sie so direkt miterleben, wo sich Ihre Drohne gerade befindet und das bestmögliche Ergebnis im Rennen erzielen.
  • Anfänger auf dem Gebiet der Drohnen sollten sich erst für ein günstigeres Modell entscheiden, um etwas Erfahrung beim Fliegen von Drohnen zu sammeln.

Drohnen Rennen werden professionalisiert – die erste Liga der Welt geht an den Start

Im Jahr 2015 war es dann endlich so weit. Was als einfacher Hobbysport einiger Drohnenpiloten, die sich im Freien trafen, begann, wurde zu einer offiziellen Sportart mit einem Dachverband und einer eigenen Liga. Die DRL wurde in den USA gegründet. Das DRL steht dabei für Drone Racing League. Nicholas Horbaczewski, CEO und Gründer der Liga, hatte sich einen langjährigen Traum erfüllt und eine Reihe finanzkräftiger Investoren ins Boot geholt, mit denen er eine spannende und mitreißende Liga auf die Beine stellen wollte. Und tatsächlich waren die Planungen für die erste Saison 2016 sehr ehrgeizig. Parcours in den USA, in Mexiko und in Neuseeland standen zur Diskussion.

Tipp! Am Ende wurden es in der Saison 2016 fünf Rennen, die allesamt in den USA stattfanden. Die Austragungsorte waren Miami, Los Angeles,  New York, Ohio und Detroit. Spätestens seit Ende 2016, als die Fernsehrechte für die Übertragung der FPV-Races an verschiedene Fernsehsender verkauft wurden und damit das Budget der Liga noch einmal um einige Millionen aufgestockt werden konnte, stand fest, dass das Projekt ein voller Erfolg ist. In Deutschland können die rasanten Rennen auf ProSieben MAXX und auf Sky verfolgt werden. Und natürlich über den YouTube Channel der DRL selbst.

Und so funktioniert die erste Drohnen Rennliga der Welt

Tipp Hinweise
Ranking In der Saison 2016 war es so, dass die ersten vier Rennen Vorentscheidungen waren, die im Endeffekt entschieden, wer am Ende in das fünfte Rennen einziehen und dort um den Titel mitfliegen durfte. An jedem Rennen nahmen 12 Piloten teil. Die jeweils sechs Besten bekamen Saisonpunkte und zogen in das nächste Rennen ein. Dort wurde das Teilnehmerfeld wieder mit sechs neuen Piloten aufgestockt. Je weiter vorn ein Pilot landete, desto höher war natürlich die Zahl an Saisonpunkten, die er erhielt. Die zwölf besten Piloten der Saison erhielten die Freigabe für den Start im Finale.

Am Ende eines Rennens erhielt der Erstplatzierte 15 Saisonpunkte für die Tabelle – der Sechste bekam immer noch 2 Saisonpunkte. Wer also eines der vier Rennen für sich entscheiden konnte, danach aber keine Punkte mehr holte, hatte durchaus Chancen unter die ersten zwölf Piloten einzuziehen. Wer hingegen nur einmal oder zweimal den sechsten Platz belegte, musste bis zum Ende zittern, ob es für ihn reichen würde.

die Parcours Dabei brachte jeder Parcours seine eigenen Regeln mit. In Los Angeles beispielsweise fand das Drohnen Rennen in einem stillgelegten Einkaufszentrum aus den 70ern statt. Schmale Galerien, die von Betonsäulen gesäumt waren und alte stillstehende Rolltreppen waren das prägende Bild dieses Parcours. 90 Sekunden sollte ein Flug durch diesen Parcours dauern. Wer schneller war, bekam für jede Sekunde, die seine Drohne früher im Ziel war, Punkte. Hatte man beim Flug einzelne Streckenpunkte ausgelassen, gab es Zeitstrafen, die dann wiederum Punkte kosteten. Und wer die beiden festgelegten Checkpoints durchflogen hatte, bekam dafür auch noch einmal Extrapunkte. Wer am Ende die meisten Punkte hatte, gewann diesen Parcours. Andere Kulissen für die Drohnen Rennen waren zum Beispiel eine alte verlassene Betonwüste, ein stillgelegtes Forschungslabor, ein Football-Stadion oder eine UFO-Absturzstelle, die natürlich extra für dieses Rennen gebaut wurde.
die nächste Saison Für 2017 ist eine neue Saison mit Rennen auch in Europa geplant. Und natürlich wird die Fernsehberichterstattung weiter ausgeweitet. Wer sich also für Drohnen Rennen der Extraklasse interessiert, kann wohl schon bald auf Unterhaltung vom Feinsten hoffen.

Mehr über das FPV-Race im Football Stadion sieht man zum Beispiel in diesem offiziellen DRL-Video: https://www.youtube.com/watch?v=FevS0g7R28M

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